Archive for 15/10/2009

Meet yiid beim Community Camp Berlin 09!

In der Zeit vom 31. Oktober bis 1. November wird die Berliner cimdata Medienakademie zum Schauplatz des Community Camp Berlin 09. Im Rahmen der zweitägigen Veranstaltung werden Themen und Probleme rund um das Community Management im Web von allen Seiten beleuchtet. Im Mittelpunkt des Community Camp Berlin stehen Aspekte wie Besucherbindung, User-Loyalität, Community Affinität, Community Building, Community Metrics & Management, Mitgliederaktivität, Differenzierung nach Zentrum und Peripherie, Binnenhierarchisierung, Identifikationsgrade, Abwanderbereitschaft, Verlustängste, Verteidigungsbereitschaft, Corporate Blogs, Unternehmenskritik, Zensur etc. Die Veranstaltung folgt dem zwanglosen „BarCamp“ Prinzip und richtet sich an jeden potentiell Interessierten, der etwas zum Thema Community mitzuteilen hat oder sich weiterbilden möchte.

yiid.com ist nicht nur einer der Sponsoren der Veranstaltung (neben weiteren Partnern wie u.a. Otto, Xing oder Tchibo), sondern wird auf dem Event auch aktiv durch Founder und CEO Marco Ripanti vertreten sein, der dort sein Know How zum Thema Web 2.0, Social Media, Community Management und Online Reputation einbringen wird. Weitere Infos zum Camp gibt es unter http://communitycamp.mixxt.de/ .

Information im Web 2.0 – Achtung, Falschmeldung!

Eine Umfrage förderte für manch einen wenig überraschende Tatsachen zu Tage: Das Web 2.0 steckt als Nachrichtenmedium noch in den Kinderschuhen! Weit überraschender ist allerdings das statistische belegte Maß an Misstrauen, das dem neuen Kommunikationskanal entgegengebracht wird. Lediglich 9 Prozent der Bundesbürger nutzen Blogs, Foren oder Twitter als Informationsmedium! Woher rührt diese deutlich ablehnende Haltung des Durschnittsdeutschen?

Da der Mensch bekanntermaßen ein Gewohnheitstier ist, hat er eine grundsolide Barriere gegenüber allem Neuen errichtet. Das belegt die nun statistisch untermauerte Führungsposition der guten alten Fernsehnachrichten als Informationskanal Nummer Eins einmal mehr. Diese Barriere wird verstärkt durch die nicht überall ausgeprägte Technik und Internetaffinität: Informationsbeschaffung im Web 2.0 setzt voraus, dass man das Internet überhaupt zu nutzen weiß! Ist diese Hürde gemeistert, steht man vor der Wahl, den etablierten Meinungsmachern (BILD, Spiegel etc..) auf ihre Homepages zu folgen oder aber in die etwas verwirrenden Abgründe der „Blogosphere“ herabzusteigen. Dort angekommen begegnet man oftmals recht unsortiert wirkenden Seiten, die dem Besucher News anbieten, die er ohnehin bereits auf den etablierten Nachrichtenseiten einsehen konnte. Auch der Blogger benötigt eine Quelle! Der Vorteil der Web 2.0 News liegt jedoch in der Unabhängigkeit und persönlichen Note der dort erscheinenden Beiträge. Lobbyismus wird hier oftmals torpediert durch aufklärerische, humorvoll satirisch eingefärbte oder sich an der Grenze zur Denunziation bewegende Artikel von Privatpersonen.

Diese Art Spartenjournalismus beherbergt jedoch naturgemäß ein hohes Maß an Selbstdarstellung und die Gefahr der Tatsachenverfälschung. Der regelmäßige Besucher der Blogosphere ist mit diesem Phänomen bestens vertraut: Die berühmten „fifteen minutes of fame“ sind in der heutigen Zeit nirgends leichter zu erlangen, als in den Tiefen des Web 2.0. Orientierungslose, Weltverbesserer und selbsternannte Koryphäen auf einzelnen Themengebieten verbreiten ihr „Wissen“ hier ohne Gegenkorrektur und Chefredakteur. Die Skepsis des Internetusers gegenüber dem Informationsmedium Web 2.0 erscheint unter Berücksichtigung dieser Tendenz mehr als gerechtfertigt. Interessanterweise trauen jedoch 60% der in der oben genannten Studie Befragten den Boulevardblättern ebenfalls eine manipulierte und unseriöse Berichterstattung zu. Muss es folglich also zur Maxime der Blogosphere und Twitterszene werden, in solchem Umfang Nonsens, Überflüssigkeiten und Falschmeldungen zu verbreiten, bis sich ein jeder daran gewöhnt hat und einen als etablierten Newskanal akzeptiert? Einige Teilnehmer scheinen dahingehend bereits auf gutem Wege zu sein….

Mit Vollgas in den nächsten Sprint

Next Sprint Leider haben wir nicht alle Stories geschafft die wir uns für das letzte Release vorgenommen hatten. Schlimm ist das aber nicht, denn so sind uns    zahlreiche weitere Ideen gekommen die es einzubauen gilt. Unsere Arbeitsweise nach dem SCRUM – Prinzip lässt solche kleinen Verzögerungen durch. Wichtig ist für uns … alle 14 Tage ein neues Release. Und das halt wir nun seit Monaten konsequent durch.

Die Stories für nun begonnen Sprint stehen an der Wand und das Team steckt voller Ehrgeiz die gesetzte Messlatte zu überspringen.

An dieser Stelle möchten wir uns auch einmal bei Jens, Lars und Christian bedanken. Mit der Verstärkung aus München (bzw. Hamburg) an unserer Seite fühlen wir den Tatendrang in uns noch deutlich stärker. Die Story um yiid.com ist wie ein Puzzle, dass sich Tag für Tag weiter ausbreitet um eines der nächsten großen Dinge im Web zu werden.

Warum? Nun, ich selbst bin ja nicht der Meinung, dass man mit Hilfe einer Profilseite im Netz an seiner Online-Reputation feilen kann, aber wenn Google das sagt, dann sollte man es zumindest versuchen :-)

Wie immer seid ihr alle herzlich eingeladen uns mit Wünschen zu bombardieren. Wir kommen dann auch gerne mit Rückfragen auf euch zurück, denn uns ist wichtig, dass wir yiid.com nach eueren Vorstellungen und Wünschen bauen. Welche Erwartungen habt ihr an eine solche Profilzentrale im Web?

Ein schönes Wochenende mit wenig Regen und bis bald.

Sind wir nicht alle ein bisschen kriminogen?

Mit den Daten der Telekomkunden dürfte auch der verbliebene Rest Kundenvertrauen in Deutschland zum Urlaub in die Türkei gesendet worden sein. Überhaupt scheint in den letzten Tagen die Diskussion um Datenkriminalität, Onlineschurken, Phishing, Adresshandel, Urheberrechten im Web und was sonst noch so alles irgendwie in dieses Panel passt, wieder sehr gerne bemüht zu werden. Vor dem Hintergrund von geschätzten 56 Millionen deutschen Social Media Usern im September natürlich ein Thema, das riesige Relevanz besitzt und Aufmerksamkeit generiert beim potentiellen Empfänger. Das aufgeregte mediale Gegacker suggeriert uns nun schonungslose Aufklärung und informiert haarklein über die Vorgehensweise der Datendiebe, die dem eigens ins Leben gerufenen Wächterrat der Telekom ein Schnippchen geschlagen haben und munter  ihr Call Center betreiben. Call Center Connection statt Pizza Connection heißt es 2009. Zur gleichen Zeit wird aus anderen Quellen über weitere alarmierende Zahlen informiert: Jeder zweite Deutsche ist bereits Opfer von Internetkriminalität geworden!

Vermutlich ist jedoch jeder einzelne „Online Deutsche“ bereits Täter gewesen. Wer sagt schon „Nein“ zum Inhalt der externen Festplatte des besten Freundes? Das wäre ja geradezu unhöflich. Höchstwahrscheinlich ist der Autor des Blogeintrags, den sie sich gerade zu Gemüte führen, ebenfalls ein Täter. Eventuell machen SIE sich gerade in diesem Moment mitschuldig. Mittäterschaft bei der Installation einer fünften Staatsgewalt, die im Nebel, geächtet von der etablierten Printpresse ,vor sich hinvegetiert: Blogger, Spinner, Privatpersonen, deren Meinungen über Nacht öffentliche Relevanz erlangen können, um ebenso schnell wieder in Vergessenheit zu geraten.

Da drängt sich die Frage auf, wo eigentlich der Autor seine Informationen für diesen Beitrag hernimmt? Persönlich zertifiziert als offizielle, weiterverwertbare Information durch Rupert Murdoch wurde da sicher nichts. Darf der überhaupt darüber schreiben? Wo hat er das Bild in seinem Profil her? Sicher nicht selbst aufgenommen. Die Youtubevideos, die er da mit eingebunden hat. Wissen die dort gezeigten Personen von der Veröffentlichung ihrer peinlichsten „Fails“? Von wem ist eigentlich der Song, der im Hintergrund des Videos läuft? Darf er sich Spiderman89 nennen? Hat er das mit Marvel abgeklärt? Manchmal hört man ihn übrigens furchtbare Beleidigungen in ein Headset schreien, während er am Computer sitzt und wild auf die linke Maustaste klickt. Auch im Singleforum ist er kein unbeschriebenes Blatt. Ob er Frauen auf der Straße ebenfalls in so eindeutig sexueller Weise ansprechen und belästigen würde, wie er es hier tut? Ist nur noch eine Frage der Zeit, bis er und seine Freunde sich im Internet verabreden und gemeinsame Schandtaten planen. Die reinsten Netzwerke könnten sich bilden und die Sache richtig mafiös werden…wer soll uns nur vor denen beschützen? Die Presse sollte eindeutig mehr über diese besonders gefährliche Gruppe von Schmutzfinken berichten, bevor die noch richtig groß werden und hier jeder nur noch macht, was er will!

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Vielen Dank!

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