Archive for 15/02/2010

Es hat yiid gemacht!

Nachdem die Kollegen von XING gestern mächtig Prügel bezogen für ihre “Es hat XING gemacht” Kampagne, in der ganz offensichtlich XING-Mitarbeiter als Testimonials auftreten, ist uns spontan die Idee zu einer kleinen Eigeninterpretation gekommen. Ob XING mit seiner Kampagne eine bewusste Täuschung  der potentiellen Kunden begangen hat und wie weit das zu tolerieren ist, möchten wir hier nicht diskutieren. Dafür gibt’s in einer kleinen, nicht übermäßig ernst gemeinten Fotostrecke jetzt also die persönlichen yiid-Momente unserer Mitarbeiter. Gekostet hat uns das: Eine Stunde Zeit zur Installation des “Dark Rooms”, jede Menge Lacher beim Fotografieren und einige Klicks im Photoshop. Damit dürften wir die Ausgaben von XING vermutlich unterboten haben ;-) Das Resultat kann sich auf alle Fälle sehen lassen, wie wir finden. Es hat yiid gemacht!

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OpenYIID (ein update)

Hier ist ein kleines Update unserer OpenWeb-Standards Liste:

…und wir arbeiten gerade an PubSubHubbub (um unseren Feed-Parser zu entlasten), Atom-Pub (um z.B. über die iPhone-App in den ActivityStream schreiben zu können) und wenn die Zeit noch reicht: OpenMicroblogging und XMPP :)

Neues Release Jubilee jetzt online!

Mit unserem aktullen Release Jubilee kommt auf euch ein ganzes Paket an neuen Features zu, die das yiid-Erlebnis deutlich bereichern dürften:

1. Performance: yiid legt speedmäßig mal wieder einen Zahn zu, das Ende der Fahnenstange ist aber natürlich noch nicht erreicht. Spürbar schneller ist die Seite jedoch bereits jetzt geworden.

2. Favorisieren von Aktivitäten: Von nun an ist es möglich, einzelne Geschehnisse im Activity-Stream einer persönlichen Bibliothek hinzuzufügen. Wer also z.B. ein interessantes Youtube-Video bei seinen Freunden entdeckt hat, kann dieses durch einen Klick auf den kleinen Stern neben der Aktivität favorisieren und durch einen Besuch in der Sektion “Favoriten” immer wieder ohne lästiges Suchen aufrufen. Das spart Zeit und ermöglicht einem andererseits, eine Art “Best of Network Activities” anzulegen.

3. Action-Stream: Das folgende Problem dürfte vielen von euch bekannt sein – Man kommentiert in Social Networks Statusmeldungen und verliert anschließend den Überblick, wo man denn aktiv war. Mit dem Action-Stream bekommt man auf yiid nun ausschließlich Posts angezeigt, an denen man selbst in irgendeiner Form beteiligt war.

4. Individuelle Filter: Mit Sicherheit das “spektakulärste” Feature in Jubilee – Ihr könnt nun in eurem Activity-Stream völlig einzigartige Filtereinstellungen erstellen. Am besten vergleichen lässt sich das mit den bekannten Twitter-Listen. Ihr legt fest, welche User im jeweiligen Filter angezeigt werden, könnt aber zusätzlich sogar noch wählen, aus welchen Netzwerken die Statusmeldungen stammen sollen. Was euch nicht interessiert, fliegt raus! Der persönlichen Freiheit sind also keinerlei Grenzen gesetzt.

Wir wünschen euch viel Spaß beim Ausprobieren, Filterbasteln und überhaupt beim Surfen auf yiid und freuen uns über Feedback zum neuen Release!

Community-Test: Ikea Hej

Nach zögerlichen ersten Twitteraktivitäten und erfolgreichen, viralen Marketingstunts bei Facebook entert Ikea den Social Media Bereich nun richtig. Erst 2010 die eigene Community zu starten, mag auf den ersten Blick verspätet wirken, aber der schwedische Möbelgigant kann es sich angesichts seiner Marktführerpositionen und den trotz Wirtschaftskrise wachsenden Umsätzen wohl erlauben, einem Projekt eine gewisse Vorlaufzeit einzuräumen. Das weckt auf der anderen Seite natürlich Erwartungshaltungen, die es zu erfüllen gilt. Die “Hej Community” ist zum Erfolg verurteilt, schließlich ist die Zielgruppe gewaltig groß und das Standing des Konzerns und seiner Produkte in der öffentlichen Wahrnehmung überwiegend positiv.

Ikea geht technisch dabei einen eigenwilligen Weg, denn die gesamte Community ist Flash-basiert und schlägt den Suchmaschinen und Mobilgeräten damit die Tür vor der Nase zu. Natürlich ist man auch nicht darauf angewiesen, sich über Klicks und Werbeeinnahmen zu finanzieren, weshalb Hej sich am besten als eine marketingrelevante Daten sammelnde Hommage an den Konzern verstehen lässt. Eine gewaltige Werbekampagne im Vorfeld des Launchs fand ebenfalls nicht statt, Ikea begnügte sich damit, sein Publikum mit kostenlosen Mandeltartes für die ersten 22.222 User zu ködern, denn Liebe geht eben doch durch den Magen. Zusätzlich durfte man vor dem eigentlichen Start der Community auf der Hej-Domain eine reale Person namens Niels bei ihrem Leben im Ikearaum bewundern oder sich in einer “Green Box” filmen lassen, um später seinen eigenen animierten Avatar nutzen zu können. Diese Atmosphäre des gemütlichen Beisammenseins wird bei der Anmeldung konsequent fortgesetzt, denn wer mitmachen möchte, muss einige Daten von sich preisgeben und wird über die Ikea Family Card, die einem per Post zugeschickt wird, ein Mitglied der schwedischen Familie. Böse Zungen mögen von Zwangsrekrutierung sprechen, aber Ikea gibt sich mit der gesamten Community auch keine Mühe, den Eindruck zu zerstreuen, dass man die Brücke von der virtuellen Realität zu knallharten Umsätzen im Möbelhaus schlagen möchte.

Nach dem erfolgreichen Informationsaderlass bei der Registrierung kann man mit der Einrichtung eines persönlichen, virtuellen Raumes beginnen. Ein animierter Avatar hüpft durchs Flashkämmerlein, das man in allen erdenklichen Variationen mit Ikeaartikeln versehen kann. Von der Wandfarbe bis zur Tischdekoration hin sind der (wohl überwiegend weiblichen) Fantasie keine Grenzen gesetzt. Verhinderte Innenarchitekte dürften ihre helle Freude haben, wenn auch die nichtvorhandenen Freiheiten bei der Platzierung einzelner Gegenstände und die nervigen Ladezeiten den Spaß etwas trüben. In jedem Falle werden dem Nutzer hier, ohne dass er sich zum nächstgelegenen Einrichttunstempel bewegt hätte, ganz dezent die Artikel des Ikea-Sortiments nähergebracht. Ansonsten bietet Hej die übliche Palette an Communityfunktionen, die man erwarten würde: Man kann sich mit anderen Bewohnern anfreunden, deren Räume bewerten und kommentieren oder sich im überaus lebendigen Forum über den Aufbau von Möbeln, Gestaltungsmöglichkeiten und Produkte austauschen.

Fazit: Heimwerkercommunitys funktionieren seit Jahren ausgezeichnet und Ikea dürfte eine Menge Nutzer aus diesen kleineren Netzwerken abziehen. Hej präsentiert sich erwartungsgemäß vom Start an als eine lebendige Community, die weiteren Zulauf generieren wird. Der Dialog um die Marke Ikea wird in gleichem Maße boomen wie die Umsätze an den Ikeakassen. Über die Umsetzung der Seite in Flash und die manchmal aufdringlich wirkenden Farben und Animationen der Steuerungselemente lässt sich genauso streiten wie über den Sinn einer virtuellen Zimmereinrichtung, aber als Marketinginstrument und Kommunikationskanal wird Hej für Ikea zweifellos wertvoll werden.

Kuriositäten: Der Chef und DSDS

Zur Abwechslung gibts es heute einen kleinen Ausflug in die große, bunte Welt der Fernsehunterhaltung. Da YIID Founder Marco Ripanti nicht nur Internetexperte, sondern auch Kulturgröße ist, verfolgt er das Format “Deutschland sucht den Superstar” bereits seit Jahren und kann mit einer beachtlichen Expertise rund um die Show aufwarten. Der Rest des Teams versuchte bis jetzt erfolgreich, den Key Notes über potentielle neue Talente und “Quotenopfer” zu entgehen. Heute morgen überraschte uns der Chef jedoch mit der Entdeckung, dass sein persönlicher Favorit auf den Gewinn der DSDS  Staffel 2010, Mehrzad Marashi, sich auf Facebook in der YIID Fangruppe tummelt (siehe Screenshot). Wir sind begeistert und hoffen, auch Dieter Bohlen in ferner Zukunft zu YIID locken zu können.

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