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Neues Release bei yiid: Der Iceman ist da

Der “Iceman” ist da und mit ihm sind einige Verbesserungen auf yiid.com angekommen. Die angenehmste Botschaft für unsere User vorneweg: Es tut sich etwas in Sachen Performance. Mit dem Release “Iceman” werden die ersten kleinen Optimierungen in puncto Geschwindigkeit vorgenommen. Im Fokus steht dabei der Speed des Dashboards, auf dem sich der Löwenanteil der Useraktivität abspielt und hier sind nun spürbare Tempozuwächse zu verzeichnen. Das ist selbstverständlich erst der Anfang einer “Performance-Offensive”, mit der yiid in nächster Zeit in Hinblick auf die Userfreundlichkeit im wahrsten Sinne des Wortes Gas geben will. Neben der Leistungssteigerung wurden auch einige kleine optische Verschönerungen vorgenommen, die einzelne Menüs übersichtlicher und strukturierter erscheinen lassen.

Natürlich handelt sich beim Release “Iceman” nicht um ein reines Paket aus Korrekturen und Nachbesserungen, sondern es beinhaltet auch wieder ein Feature, das die Herzen der Communipedia-Fans höher schlagen lassen dürfte:

http://www.yiid.com/communities/new_community

Wer auf den vorangehenden Link klickt, trifft auf eine Seite, die ihm die Möglichkeit zur Installation zweier Plugins bietet: Ubiquity und Jetpack. Beide Erweiterungen verfolgen dabei das gleiche Ziel, nämlich dem User das Eintragen von neuen Communitys so schnell und komfortabel wie nur möglich zu machen. Der offensichtlichste Unterschied liegt in ihrer Benutzeroberfläche, denn während Ubiquity als Kommando-Konsole erscheint und größere gestalterische Möglichkeiten für den Nutzer bietet, erweitert das Jetpack euren Browser lediglich um eine kleine Schaltfläche, über die ihr eine neuentdeckte Community in Rekordgeschwindigkeit zur Communipedia hinzufügen könnt. Zusätzlich is es nun möglich, Metatags und Beschreibungstexte von Communities direkt bei yiid einzupflegen. Das bedeutet im Klartext, dass ihr beim Eintragen einer Community anschließend auf bereits ausgefüllte Formularfelder trefft (falls die externe Seite das gestattet), die ihr aber natürlich weiterhin euren eigenen Vorstellungen entsprechend verändern könnt.

Eine Minute Zeit mitbringen, kurz unseren “Beipackzettel” zu den beiden Plugins durchlesen und dann testen.  Wir wünschen euch viel Spaß mit den Neuerungen, freuen uns auf euer Feedback und zahlreiche Neuentdeckungen aus der Community-Landschaft!

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Fokus yiid: ednetz.de-Gründer Sebastian Blum im Interview

Im Rahmen der Reihe “Fokus yiid” möchten wir in unserem Blog in nächster Zeit interessante Personen aus unserem Umfeld vorstellen, seien es yiid-Nutzer, yiid-Mitarbeiter oder Partner unseres Projektes. Den Anfang macht hierbei Sebastian Blum. Sebastian ist der Gründer von www.ednetz.de , einer Community aus dem bayerischen Raum, die wir als unseren aktuellsten Partner im Suchindex von yiid begrüßen durften. Grund genug, Sebastian die Möglichkeit zu geben, sich und sein Netzwerk näher vorzustellen.

yiid: Sebastian, wir freuen uns, dass ihr euch entschlossen habt, bei uns mit dabei zu sein. Verrate unseren Lesern doch ein wenig über dich als Person und gib uns einen kleinen Einblick in die Community ednetz.de. Woher kommt ihr und welchen Ansatz verfolgt ihr mit eurem Netzwerk?

Sebastian: Mein Name ist Sebastian Blum und ich komme aus München. Ich habe in Regensburg Diplom-Wirtschaftsinformatik studiert und arbeite aktuell als Inhouse-SEO eines Nachrichten-Portals. Während meines Studiums habe ich den Party-Blog ednetz.de gestartet und über die Jahre zu einem sehr erfolgreichen sozialen Netzwerk weiterentwickelt. ednetz unterscheidet sich von anderen Social Networks durch die sehr tiefe regionale Vernetzung zwischen den Mitgliedern und einem großen Heimatbezug unserer User.

yiid: Der Hype um Facebook und das Universum an Anwendungen, die darum entstehen, scheint momentan einen Höhepunkt erreicht zu habe.  Spürt man die zunehmende Rolle von Facebook im Social Network-Bereich als Community-Betreiber oder nimmt man den Giganten aus Übersee gar nicht als Konkurrenz wahr?

Ich persönlich finde, dass man die Nutzung von Facebook und ednetz nicht vergleichen kann. Auf ednetz kommunizieren die Mitglieder mit ihren regionalen Freunden und richten sich sehr aufwändig ihr Profil ein. Facebook wird vielmehr als Infomations-, Unterhaltungs- und Spiele-Plattform wahrgenommen. Gerade durch die letzten Facebook-Updates wurde die Gewichtung der Profile in den Hintergrund gestellt und der News-Feed mit Spielen, Status-Meldungen und Unterhaltung in den Vordergrund gerückt. Allerdings lässt sich feststellen, dass bei uns im Münchener Umland fast jedes Mitglied nicht nur bei ednetz,  sondern auch bei den Lokalisten oder Facebook ein Profil pflegt.

yiid: Wie du zu Beginn erwähnt hast, bist du neben deiner Gründertätigkeit auch hauptberuflich im Online-Bereich aktiv und somit ein echter Netz-Insider. Welche Entwicklungen und Trends siehst du 2010 auf uns zukommen?

Ich bin der Meinung, dass sich 2010 einige Veränderungen abzeichnen werden. Einerseits denke ich, wird sich der Hype um Social Media legen und Social Media wird zu einer effizienteren Form des Customer-Relation-Ship-Management und der Public Relations werden. Zweitens denke ich, wird es einen enormen Konkurrenzkampf bei SEM und SEO zwischen vielen großen und unzähligen kleinen Webseiten geben. Erfolgreich werden vor allem Nischenstrategien und technisch aufwändige SEM-Kampagnen über mehrere 10.000 Keywords sein. Drittens befürchte ich, dass der Markt für die meisten Zielgruppen gesättigt ist und wir auf  einen knallharten Verdrängungswettbewerb zwischen vielen Plattformen zusteuern. Ich erwarte eine deutliche Steigerung der Usability, des Schutzes von persönlichen Daten und der eigenen Privatsphäre, sowie eine deutliche Professionalisierung vieler Webseiten.

yiid: Die Gefahr einer gewissen Übersättigung im Online-Bereich ist definitiv nicht von der Hand zu weisen. Das bringt uns zu der Frage, wie ihr von ednetz auf yiid aufmerksam geworden seid und welches Zukunftspotential du in unserem Projekt zu sehen scheinst?

Ich persönlich bin ein sehr aktiver Leser der deutschen Blogszene und beobachte sehr viele Startups, neue Ideen und Trends. Sobald mich ein Trend oder ein Geschäftsmodell interessiert, verfolge ich es über einen längeren Zeitraum und versuche, mir ein genaues Bild davon zu machen. yiid finde ich persönlich überaus interessant, auch wenn ich gerade die  API als etwas zu aufwändig und aktuell noch nicht ganz an die Bedürfnisse von Seitenbetreibern angepasst empfinde. Um die Privatsphäre unserer Mitglieder auf ednetz auch zu schützen, stellt ednetz yiid nur öffentliche Inhalte in Form von Partybildern, Artikel, Party-Terminen und Gruppen zur Verfügung, jedoch keinesfalls Daten der Mitglieder. Ich hoffe aber, dass mein direktes Feedback an yiid zur Verbesserung beiträgt und  die nachfolgenden Versionen dadurch besser in bestehende Plattformen integriert werden können. Auf Grund des eigenen Frameworks von ednetz wird das yiid-API-XML im ednetz-Framework erzeugt und aktuell per Pull-Request vom zweiten Webserver-Cluster aufgerufen,danach in viele kleine XML-Dateien aufgeteilt und einzeln als Push-Request zu yiid übertragen. Leider war es bei der Datenmenge von ednetz nicht möglich, einen einzigen Push-Request auszuführen. Trotz dieser kleinen technischen Widrigkeiten sehe ich gerade ob der gewaltigen Menge an sozialen Netzwerken ein großes Zukunftspotential in einer Seite wie yiid, die versucht, dieses Chaos zu ordnen.

yiid: Sebastian, vielen Dank für das aufschlussreiche Interview. Wir werden deine Ratschläge beherzigen und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit.

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yiid-Spendenaktion für Haiti. Helfen auch Sie!

Die Ereignisse auf Haiti führen uns einmal mehr vor Augen, wie privilegiert unsere Lebenssituation in Deutschland eigentlich ist. Während wir uns dem Hype um einen angeblichen “Terrorwinter” hingeben, kämpfen die ohnehin Ärmsten der Armen auf Haiti nach der schweren Erdbebenkatastrophe ums nackte Überleben. Haiti ist ein Land, dessen Bewohner nicht erst seit dem aktuellem Drama unter unglaublichen Entbehrungen leben müssen. Die gegenwärtige Situation hat diese beinahe “vergessene” Inselrepublik der Weltöffentlichkeit schmerzlich ins Gedächtnis zurückgerufen.

Aus diesem Grunde haben wir vom yiid-Team uns entschlossen, im Rahmen unserer Möglichkeiten einen Beitrag zur Hilfe für die Opfer der Katastrophe zu leisten. Wir haben uns bewusst dafür entschieden, dies nicht im Zusammenhang mit einer Aktion der Marke “Registrieren sie sich bei uns, spenden wir den Betrag XY” zu tun, sondern möchten ein wirkliches Zeichen der Solidarität und Hilfsbereitschaft setzen. Wir können zwar nicht, wie  Angelina Jolie und Brad Pitt, einen Millionenbetrag stiften, aber haben den teaminternen Spendenhut  rumgehen lassen und die doch stolze Summe von 250 Euro zusammengetragen, die zur direkten Hilfe vor Ort über “Aktion Deutschland Hilft” weitergeleitet wird.

Das Internet bietet grandiose Möglichkeiten, auf Probleme hinzuweisen oder sie ins Licht der Öffentlichkeit zu bringen. Umso schöner ist es, wenn daraus im Anschluss auch eine wirkliche Nachhaltigkeit in der “realen” Welt entsteht. Wir möchten also jeden Nutzer von yiid oder Leser unseres Blogs dazu auffordern, es uns gleichzutun und zu schauen, ob am Ende des Tages nicht der ein oder andere Euro übrig ist, den man entbehren könnte, um ebenfalls eine kleine Spende zu leisten. Das in diesen Artikel eingepflegte Widget ermöglicht ihnen, schnell und unkompliziert per Lastschrift einen Betrag an die “Aktion Deutschland Hilft” weiterzuleiten (alternativ diesem Link folgen). Wir haben als Ziel für diese Aktion eine Gesamtsumme von 1000 Euro anvisiert. Sollten wir es gemeinsam mit ihnen schaffen, diese Summe zu erreichen, würden wir die im Team gesammelten 250 Euro auf 500 Euro verdoppeln! Wir bedanken uns bereits im voraus für ihre Unterstützung und hoffen auf zahlreiche Spenden.

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Online-Identität im Jahre 2010

Der folgende Beitrag bezieht sich auf den im Dezember vergangenen Jahres auf dem O’Reilly Radar veröffentlichten Artikel “Being online: identity, anonymity, and all things in between” von Andy Oram. Oram beschreibt in seinem mehr als auführlichen Posting die Entwicklung der Identität des Individuum in acht, inhaltlich zusammengehörigen Teilartikeln, die dem Leser eine längere Aufmerksamkeitsspanne als ein typischer, kurz gehaltener Blogeintrag abverlangen. Da sich in dieser Masse jedoch interessante Aspekte zum bisherigen Entstehen und der zukünftigen Richtung der Online Identität verbergen, sollen an dieser Stelle die wesentlichen Eckpunkte seines Beitrags in komprimierter Form dargestellt werden. Zur Illustration seiner Überlegungen zieht Oram Shakespeares Hamlet heran. Hamlet befindet sich im ständigen Zwiespalt zwischen seiner Selbstwahrnehmung und der Art und Weise, wie ihn seine Zeitgenossen sehen. Was das mit Internet und Online Identität zu tun hat? Folgen wir Oram durch die wichtigsten Punkte seiner Artikel, werden die Zusammenhänge offensichtlich:

  1. Die Geschichte der Erfassung der eigenen Identität durch Dritte beginnt nicht erst mit dem wachsenden Einfluss des Internet. Bereits vor den Zeiten von Google Überwachungshysterien und Datenschutzskandalen in Social Networks waren Institutionen und Interessengruppen in der Lage, mit Hilfe von z.B. statistischen Erhebungen, öffentlich zugänglichen Registern oder demografischen und historischen Aufzeichnungen ein recht präzises Bild von sozialen Milieus und den zugehörigen Einzelpersonen zu zeichnen. Oram führt drei gängige Merkmale zur Identitätskonstruktion an, wie sie etwa von Sicherheitssystemen zur Identifizierung verwendet werden: “something you possess, something you know, and something you are“. Teilinformationen wie etwa die über die IP nachvollziehbare geographishe Position des Nutzers verarbeitet das Netz bzw. einzelne Anbieter und Dienstleister auch ohne dessen persönliche Eingabe von Daten und Informationen. Fragmentierte Kleinstinformationen werden also verwendet, ohne daraus jedoch ein wirkliches Gesamtbild gewinnen zu können. Im Falle einer Straftat reichen diese Informationen jedoch zur völligen Identifizierung durch die Behörden aus.
  2. Personalisierte Online-Werbung wird aus weiteren Fragmenten der eigenen Identität generiert. Sie bezieht sich auf demografische Gruppen und nicht die Existenz einzelner Individuen und wird maschinell weiterverarbeitet. Oram verwendet als Beispiel computergesteuerter Datenerfassung das Google Dashboard. Google kann einem die Informationen nur dann personalisiert aufbereiten, wenn man sich eigenhändig eine Identität dort schafft. Der „reale“ Mensch in seiner Ganzheit tritt im Fokus eines Werbers also nicht in Erscheinung. Im Umkehrschluss entsteht jedoch die Gefahr, dass aus der Ableitung von durch Onlinenutzung generierten Daten Erkenntnisse geworden werden, die der weitaus komplexer angelegten Einzelpersönlichkeit anschließend als allgemeingültig vermittelt werden. Marketing sammelt also nicht nur, sondern greift durch die Umsetzung gewonnenen Wissens auch aktiv in das „reale“ Leben von Einzelpersonen und der Gesellschaft ein, kann Wertvorstellungen, Wünsche und Sorgen generieren und instrumentalisieren.
  3. Die in Punkt 2 erklärte „Reflexivität“ findet auch auf persönlicher Ebene im Internet statt. Ein vom „Gothic“ Stil fasziniertes Mädchen, das durch das Internet erst auf diese Mode aufmerksam wurde, wird als Reaktion weitere Mädchen durch die von sich online publizierten Fotos für diesen Stil begeistern und damit beeinflussen können. Die dem Internet oft nachgesagte Aufsplittung persönlicher Identitäten wird verdrängt durch die Möglichkeit, die eigene Identität spielerisch zu formen, auszuleben und durch Online Feedback bestätigt zu sehen. Twitter ist das Paradebeispiel dafür, das eigene Mitteilungs- und Darstellungsbedürfnis zu befriedigen. Interessanterweise kommt Oram zu der Annahme, dass Gruppenzugehörigkeit im Internet eher verstärkt ausgelebt wird. Die Wahrnehmung von Gruppen aller Art wird durch das Online Verhalten der zugehörigen Menschen entscheidend beeinflusst. Geschlecht, Ethnie und sozialer Hintergrund finden sich auch in unseren Onlineauftritten wieder und bestimmen über die Wahrnehmung der Gesamtgruppe durch Dritte. Das Netz bietet nun also die Möglichkeit, Stereotypen umzugestalten oder zu verstärken.
  4. Social Networks generieren laut Oram eine „personal information economy“. Information wird zur Handelsware, die wir im Austausch gegen für uns vorteilhafte und interessante Informationen anderer User preisgeben. Wir befinden uns also auf einem Markt, der uns ein stetiges situations- und netzwerkgerechtes Abwägen abverlangt, was der virtuellen Öffentlichkeit zu welchem Zweck mitgeteilt werden soll. Ein kommender Trend, der bereits durch Second Life anklang, ist die Anbindung der Community selbst an das „externe“ Leben. Reale Plätze sollen sich im Netzwerk repräsentiert wiederfinden, um dem User Bezugspunkte zu seiner eigenen Identität bieten zu können. Vielleicht findet sich hier die Wurzel des beginnenden Trubels um Foursquare

Die Hamlet-Problematik besteht also darin, dass unser Onlineleben immer nur -  im wahrsten Sinne des Wortes -  „bit by bit“ wahrgenommen wird, aber für den Betrachter nie unsere ganze Geschichte und unser gewünschtes Selbstbild zum Ausdruck kommen. yiid bietet eine kleine Gehhilfe, um den Überblick über sich selbst im Netz zu behalten, die „Geschichte“ zur eigenen Onlinexistenz, wie Oram es blumig betitelt, müssen wir jedoch durch stetigen Dialog in den Social Networks und Blogs selbst schreiben, um möglichst dem eigenen Interesse entsprechend wahrgenommen zu werden. Orams kompletter Text sei jedem Internetbegeisterten an dieser Stelle wärmstens empfohlen, auch wenn er in seiner Länge vor dem Screen nur schwer zu genießen ist.

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