Tag Archive for Facebook

Der Drang sich Jahre in Schubladen zu wünschen

Woher kommt das eigentlich, dass ein neues Jahr den Wunsch nach Veränderungen weckt?

Klar, gemeint sind immer nur die Veränderungen bei den anderen. Die sollen ab sofort meine Produkte kaufen und gut über sie sprechen oder eben mir ihre Produkte schenken und sich mit meinem positiven Feedback bezahlt fühlen.

Und was tun wir selbst? Am liebsten konsumieren wir und verteilen unsere Meinung über diesen und jenen Inhalt im Netz.  Der Wunsch unterscheidet sich eben stark vom Willen und „dass etwas erwünscht ist, bewirkt noch nicht, dass man daran glaubt.“ (Proust)

Die einen möchten mehr Verfolger und Verfolgte auf Twitter haben, die anderen möchten nur die unter ihren Kontakten wissen, die auch lesen und mögen was sie schreiben (sonst klickt noch jemand auf dislike) und wieder andere wünschen sich Internetnutzer mit gutem technischen Knowhow, die nicht über Cookies klagen und sich einfach so verhalten, wie sie es im Leben jenseits des World Wide Web auch täten.

Weil wir Social Media Aktivitäten messen wollen, arbeiten wir weiter am Backend unseres Share Buttons und sind sicher, dass wir für 2011 eine neue Formel für den Wert eines Kontaktnetzwerkes herausbringen werden, die die Resonanz auf PR-Aktivitäten sichtbar macht.

Hier gehts zu Marcos Statement für 2011

Mein Like oder die Nadel im Heuhaufen

Robert Basic hat eine Umfrage gestartet zum Thema Wirksamkeit der Likes oder frei formuliert was bringt eigentlich das Facebook-Marketing mit den Likes.

Der aktuelle Zwischenstand [siehe oben] besagt, dass bei 47 Personen  38 Prozent angeben, sie haben bereits auf einen “Like” reagiert und 57 Prozent sagen, nein, ihre Aufmerksamkeit wurde noch nie wegen eines” Likes” auf ein Produkt gelenkt.

Was lässt sich über dieses Zwischenergebnis eigentlich sagen? Die Likes wirken bei rund 40 Prozent der Befragten und bei rund 60 Prozent eben nicht. Es ist also keineswegs der Fall, dass ein Like wie die Nadel im Heuhaufen in der Informationsflut von Facebook unauffindbar verschwindet.

Im Gegenteil: Die Aufmerksamkeit, die die “Likes” erfahren ist gigantisch!
[Wer früher noch wie ich zum Beispiel per Hand Produktumfragen gemacht hat, weiß wie groß die Freude über einen Rücklauf von wahnsinnigen fünf Prozent war....]

Also sollte doch aus den Likes noch mehr gemacht werden, denn Zahlen lügen nicht und Facebook-Marketing ist – und bleibt sicher auch noch eine ganze Weile – wichtig.

Wer seine “Likes” nicht über den Facebook-Like-Button, sondern über den Yiid-Like-Button nach Facebook schickt, der kann diese auch noch kommentieren und diskutieren. Dann können die 60 Prozente, die sich bisher nicht beeinflussen lassen unter dem “Like” etwas sehen und lesen, diesen dann auch wahrnehmen und bei Bedarf handeln wie es sich die Marketer wünschen.

Die Likes müssen gezielt verteilt und bearbeitet werden und ihre Reichweite muss gemessen werden. Es gibt also viel zu tun bei der Suche nach der neuen Währung fürs Social Marketing! Packen wir es an und lasst uns Facebook als Medium einfach nutzen anstatt daran herum zu kritisieren.

Was passiert eigentlich beim digitalen Teilen meiner Meinung mit meinen Daten?

Eine kurze Handbewegung und schon ist es passiert. Meine Meinung zu einem Thema oder Produkt saust durchs Cyberspace und beamt persönliche Daten zu unbefugten Personen.

Ein Glück funktioniert das digitalen Teilen anders!

Wenn ich die Produkte auf meinem Online-Shop besser vermarkten möchte, baue ich den Teilen-Button von Yiid ein und lasse meine Kunden Produkte bewerten. Diese positive oder negative Meinung erscheint dann je nach Entscheidung des Anwenders in Facebook, Twitter, LinkedIn oder auch Google Buzz und kann dort diskutiert werden.

Das neue Yiid Social CRM, das in wenigen Tagen online geht, ermöglicht dem Shop Betreiber die Kontaktaufnahme mit dem zufriedenen oder unzufriedenen Kunden über den vom Kunden gewählten Kommunikationskanal. Die eMail-Adressen werden dabei weder weiter gegeben noch angezeigt. Das einzige Netzwerk, das eMail-Adressen seiner Nutzer weiter gibt ist Facebook. In einem Artikel über unseren Dislike Button auf Welt kompakt von Jürgen Stüber steht heute: „Ein Facebook-Sprecher zeigte sich geradezu entsetzt über die Sammelleidenschaft der Yiid-App.“

Diplom Informatiker Hannes Schippmann sieht das anders:

“Das Entsetzen des Facebook-Sprechers kann ich nicht nachvollziehen. Wenn ich die Yiid-App mit meinen anderen Applications, wie z.B. der Playstation Network Application oder Boxee, vergleiche, schneidet Yiid bezüglich der Sammelleidenschaft eher mäßig ab. So gibt es bei der Yiid-App lediglich drei erforderliche Permissions, bei den anderen beiden Apps sind es doppelt so viele. Und die Playstation Network Application ist nun nicht gerade unpopulär.”

Im Bild: Hannes Schippmann, Geschäftsführer kennstdu und bis August 2010 Geschäftsführer telewebber

Der Film zum neuen Dislike-/Like-Button

Wer noch nicht verstanden hat, wieso der Dislike-/Like-Button funktionsreicher, sinnvoller und besser ist als der Like-Button von Facebook, sollte sich unseren neuen Film ansehen!

Daniel Kessler (im Bild links) hat diesen Film mit seinem Team von Animation & Film Artview für Your Internet ID konzipiert und produziert. Übrigens ist das bereits der dritte Film, den Daniel für uns umgesetzt hat. Der erste Film zeigt wieso jeder eine open ID bei yiid.com benötigt und der zweite wie yiid.com funktioniert. Artview hat unter vielen anderen für den Leibniz Talentwettbewerb, das Sommerkino des Westdeutschen Rundfunks und den Mini Cooper produziert.

Kommentare zur Loveparade und der Like-Button: Nein, das gefällt mir nicht!

Geht es um schlechte Nachrichten wie das Loveparade-Drama wirkt Facebooks Angebot für Webseiten, die Gefällt-mir-Schaltfläche einzubauen geschmacklos. Das Nachrichtenportal Bild.de hat aus diesem Grunde noch am Sonntag die Facebook Gefällt-mir-Schaltfläche von dem Artikel zur Loveparade verbannt.

Viele kleine, gelbe Zettel bedecken die weiße, weitflächige Wand im Großraumbüro des deutschen Dienstes Your Internet ID. Wer die verschiedenen Handschriften darauf entziffern kann, sieht Stichwörter wie vereinfachte Registrierung, neuer Daumen und Facebook. Das sind Stichwörter für wichtige Aufgaben, die im aktuellen Projekt Sprint erledigt werden müssen. Es ist Sprint-Meeting. Nächste Woche soll die zweite Version der neuen Gefällt-mir-nicht-Schaltfläche gelauncht werden. Matthias, Karina, Dirk und die beiden Christians planen angestrengt ihre knappe Zeit. Im Hintergrund schnurren gemütlich die Rechner.

„Eine Gefällt-mir-nicht-Schaltfläche ist in Arbeit“, hat gerade am Mittwoch in Palo Alto Facebook-Chef Mark Zuckerberg auf Nachfrage der ABC News Nachrichtensprecherin Diane Sawyer bestätigt. Das größte soziale Netzwerk hat nach eigenen Angaben 500 Millionen aktive Nutzer.

Vor vier Monaten startete Facebook seine Gefällt-mir-Schaltfläche. Diese kann auf jeder Webseite eingebaut werden. Facebook-Mitglieder, die sie klicken, erscheinen mit ihrer Meinungsäußerung im Facebook Stream.

„Ich war beeindruckt von der hohen Geschwindigkeit mit der der neue Knopf Kommunikation ermöglichte. Klickt einer meiner Kontakte auf Bild.de I like it an, erscheint dieser Kommentar direkt auf dem iPhone oder im Internet“, begeistert sich Marco Ripanti. Der Chef und Gründer des Dienstes Your Internet ID erklärt seine Idee und lacht: „Nur acht Tage nach dem Launch des Facebook Like-Buttons haben wir Nein gesagt und unseren Dislike-Button heraus gebracht. Allerdings hieß unsere erste Reaktion auf den Facebook-Like-Button zunächst Unlike-Button. Natürlich musste es Dislike-Button heißen. Wir haben den Fehler schnell korrigiert und waren froh, dass ihn uns niemand übel genommen hat.“

Geht es um schlechte Nachrichten wie die Ölpest, die Aschewolke oder die Toten und Verletzten auf der Loveparade, findet Ripanti Facebooks Angebot für Webseiten, nur die Gefällt-mir-Schaltfläche einzubauen geschmacklos.

Ripanti will mit seiner Schaltfläche eine optimal große Verbreitung erreichen. Seine Schaltfläche schreibt die Meinungsäußerung nach Facebook und Twitter und bald auch nach Google Buzz und LinkedIn. „Ich finde, die Internetnutzer dürfen nicht bevormundet werden und sollen selbst entscheiden was sie wo sagen“, unterstreicht Ripanti seine Strategie.

Thomas Huhn ist seit vier Monaten neuer Konzepter bei Your Internet ID und hat letzte Woche in den Niederlanden über eine vereinfachte Registrierung nach geknobelt. Diese muss einmal erfolgen, damit der Klick auf die Schaltfläche funktioniert. „Wir müssen einen eleganten Spagat zeigen, der die Nutzer befriedigt, die alles über Datenschutz wissen möchten und die, die einfach nur schnell und einfach ihren Like in verschiedene Kanäle kommunizieren möchten.“ Huhn hat eine Umfrage unter den Nutzern zur neuen Schaltfläche gemacht. Das Ergebnis war: die Symbole von Twitter und Facebook müssen auf der Schaltfläche hervorstechen. Die Nutzer wollen sofort erkennen, wo ihre Meinungsäußerung erscheint. Außerdem soll die Registrierung noch einfacher und schneller funktionieren. Via Skype und eMail mischt er bei wichtigen Entscheidungen mit, während seine Frau und seine zwei Töchter den Schäferhundwelpen Nelson unterhalten.

Gemeinsam mit Chefentwickler Matthias Pfefferle sitzt Ripanti in seinem Büro und nickt als dieser zu Verstehen gibt, dass hier nochmals ein Profi ans Werk muss. „Der Button ist unser Aushängeschild und deshalb muss erneut ein Profidesigner das Erscheinungsbild optimieren“, erklärt Pfefferle. Die entscheidende Idee hat Ripanti gleich selbst und erklärt: „ Die Daumen auf dem neuen Button sollten an das Open Share Symbol erinnern. Dann haben wir grüne, einprägsame Daumen, die zu Farben und Design von Your Internet ID passen. Schrift und Hintergrundfarbe des Buttons kann dann weiterhin jeder beliebig anpassen.“ Das Open Share Symbol sieht aus wie eine Kugel, die in zwei Händen gehalten wird und symbolisiert die Verbreitung von Inhalten im Internet. Die Gefällt mir-nicht-Schaltfläche unterscheidet sich von Share Schaltflächen durch den vereinfachten Registrierungsprozess.

Designer David Djukic hat noch am Wochenende mit diesen Vorgaben einen neuen Button mit grünen Daumen erarbeitet. Daumen hoch und Daumen runter nebeneinander erinnern an das Share Symbol. Die Symbole von Facebook, Twitter, Google Buzz und Linked In sind darauf klar und deutlich zu erkennen.

Nun ist Ripanti gespannt, wie der neue Button ankommt. Wie er bei seinem Team ankommt und wie bei den Internetnutzern. Ziehen die Nutzer den Facebook Button vor oder möchten sie mit seinem neuen Button unterschiedliche Aussagen auf mehreren Kanälen treffen?

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