Tag Archive for Sascha Lobo

auf der CeBIT / Webciety in Sachen Me@Web

Gestern durfte ich Teilnehmer eines Panels auf der CeBIT sein, das unter der Headline - die Person als Marke im Web - bereits im Vorfeld eine Menge von sich reden machte. Neben der Ikone des Deutschen Social Webs, Sascha Lobo (saschalobo.yiid.com), war auch Marcell D’Avis (ja der Marcell D’Avis vom 1&1) auf der Bühne. Es entwickelte sich eine interessante und kontroverse Diskussion über Begrifflichkeiten wie Branding vs. Personality, Authentizität und Ziele beim Einsatz von Social Web Tools.

Moderiert wurde die Runde von Prof. Dr. Sven Michael Prüser, dem früheren CeBIT Chef.

Für mich dies das persönliche Highlight einer CeBIT, die sich in den kommenden Jahren meiner Meinung nach komplett neu definieren muss, wenn Sie weiterhin ihre Daseinsberechtigung haben möchte.

Wer die Diskussion nicht live mitverfolgen konnte, kann dies hier nachholen.

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Sascha Lobo und digitale Revolutionen

Sascha Lobo
Image by Timo Heuer via Flickr

Sascha Lobos auf Spiegel Online publizierter Aufsatz „Die bedrohte Elite“ kann meiner Meinung nach als wichtiger Punkt im Diskurs zur sich herausbildenden digitalen Gesellschaft betrachtet werden. Lobo gelingt das, woran viele Journalisten, Autoren und Internetexperten bis jetzt gescheitert sind: Er schlägt die Brücke zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und skizziert trefflich das herausragende Merkmal der vernetzten Welt: Ein jeder kann teilhaben, Inhaltsselektion durch eine herrschende mediale Elite wird dekonstruiert und eine durch ein massendemokratisches Momentum angetriebene Schwarmintelligenz beginnt, in ihren Auswirkungen den weltweiten, öffentlichen Dialog mitzubestimmen, ohne dabei zur normativen Konsensmaschine zu verkommen. Ferner macht Lobo eine Renaissance der Schriftkultur insbesondere unter Jugendlichen aus, die sich über Einträge im Internet der Welt mitteilen. Auch in diesem Punkte mag man ihm Recht geben, gleichermaßen scheint auch die Anregung zum „Internetunterricht“ für Schüler mehr als sinnvoll angesichts der wachsenden Wichtigkeit eines angemessenen Umgangs mit dem Medium Web. In einem Punkt erscheinen mir Lobos Thesen jedoch zu gewagt. Die von ihm eingeforderte Hilfestellung für die Generation, die nicht mit dem Internet aufgewachsen ist, mag zwar von einer hehren Grundintention zeugen, wird in meinen Augen jedoch nicht mehr als Wunschdenken bleiben. Read more

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