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Fokus yiid: ednetz.de-Gründer Sebastian Blum im Interview

Im Rahmen der Reihe “Fokus yiid” möchten wir in unserem Blog in nächster Zeit interessante Personen aus unserem Umfeld vorstellen, seien es yiid-Nutzer, yiid-Mitarbeiter oder Partner unseres Projektes. Den Anfang macht hierbei Sebastian Blum. Sebastian ist der Gründer von www.ednetz.de , einer Community aus dem bayerischen Raum, die wir als unseren aktuellsten Partner im Suchindex von yiid begrüßen durften. Grund genug, Sebastian die Möglichkeit zu geben, sich und sein Netzwerk näher vorzustellen.

yiid: Sebastian, wir freuen uns, dass ihr euch entschlossen habt, bei uns mit dabei zu sein. Verrate unseren Lesern doch ein wenig über dich als Person und gib uns einen kleinen Einblick in die Community ednetz.de. Woher kommt ihr und welchen Ansatz verfolgt ihr mit eurem Netzwerk?

Sebastian: Mein Name ist Sebastian Blum und ich komme aus München. Ich habe in Regensburg Diplom-Wirtschaftsinformatik studiert und arbeite aktuell als Inhouse-SEO eines Nachrichten-Portals. Während meines Studiums habe ich den Party-Blog ednetz.de gestartet und über die Jahre zu einem sehr erfolgreichen sozialen Netzwerk weiterentwickelt. ednetz unterscheidet sich von anderen Social Networks durch die sehr tiefe regionale Vernetzung zwischen den Mitgliedern und einem großen Heimatbezug unserer User.

yiid: Der Hype um Facebook und das Universum an Anwendungen, die darum entstehen, scheint momentan einen Höhepunkt erreicht zu habe.  Spürt man die zunehmende Rolle von Facebook im Social Network-Bereich als Community-Betreiber oder nimmt man den Giganten aus Übersee gar nicht als Konkurrenz wahr?

Ich persönlich finde, dass man die Nutzung von Facebook und ednetz nicht vergleichen kann. Auf ednetz kommunizieren die Mitglieder mit ihren regionalen Freunden und richten sich sehr aufwändig ihr Profil ein. Facebook wird vielmehr als Infomations-, Unterhaltungs- und Spiele-Plattform wahrgenommen. Gerade durch die letzten Facebook-Updates wurde die Gewichtung der Profile in den Hintergrund gestellt und der News-Feed mit Spielen, Status-Meldungen und Unterhaltung in den Vordergrund gerückt. Allerdings lässt sich feststellen, dass bei uns im Münchener Umland fast jedes Mitglied nicht nur bei ednetz,  sondern auch bei den Lokalisten oder Facebook ein Profil pflegt.

yiid: Wie du zu Beginn erwähnt hast, bist du neben deiner Gründertätigkeit auch hauptberuflich im Online-Bereich aktiv und somit ein echter Netz-Insider. Welche Entwicklungen und Trends siehst du 2010 auf uns zukommen?

Ich bin der Meinung, dass sich 2010 einige Veränderungen abzeichnen werden. Einerseits denke ich, wird sich der Hype um Social Media legen und Social Media wird zu einer effizienteren Form des Customer-Relation-Ship-Management und der Public Relations werden. Zweitens denke ich, wird es einen enormen Konkurrenzkampf bei SEM und SEO zwischen vielen großen und unzähligen kleinen Webseiten geben. Erfolgreich werden vor allem Nischenstrategien und technisch aufwändige SEM-Kampagnen über mehrere 10.000 Keywords sein. Drittens befürchte ich, dass der Markt für die meisten Zielgruppen gesättigt ist und wir auf  einen knallharten Verdrängungswettbewerb zwischen vielen Plattformen zusteuern. Ich erwarte eine deutliche Steigerung der Usability, des Schutzes von persönlichen Daten und der eigenen Privatsphäre, sowie eine deutliche Professionalisierung vieler Webseiten.

yiid: Die Gefahr einer gewissen Übersättigung im Online-Bereich ist definitiv nicht von der Hand zu weisen. Das bringt uns zu der Frage, wie ihr von ednetz auf yiid aufmerksam geworden seid und welches Zukunftspotential du in unserem Projekt zu sehen scheinst?

Ich persönlich bin ein sehr aktiver Leser der deutschen Blogszene und beobachte sehr viele Startups, neue Ideen und Trends. Sobald mich ein Trend oder ein Geschäftsmodell interessiert, verfolge ich es über einen längeren Zeitraum und versuche, mir ein genaues Bild davon zu machen. yiid finde ich persönlich überaus interessant, auch wenn ich gerade die  API als etwas zu aufwändig und aktuell noch nicht ganz an die Bedürfnisse von Seitenbetreibern angepasst empfinde. Um die Privatsphäre unserer Mitglieder auf ednetz auch zu schützen, stellt ednetz yiid nur öffentliche Inhalte in Form von Partybildern, Artikel, Party-Terminen und Gruppen zur Verfügung, jedoch keinesfalls Daten der Mitglieder. Ich hoffe aber, dass mein direktes Feedback an yiid zur Verbesserung beiträgt und  die nachfolgenden Versionen dadurch besser in bestehende Plattformen integriert werden können. Auf Grund des eigenen Frameworks von ednetz wird das yiid-API-XML im ednetz-Framework erzeugt und aktuell per Pull-Request vom zweiten Webserver-Cluster aufgerufen,danach in viele kleine XML-Dateien aufgeteilt und einzeln als Push-Request zu yiid übertragen. Leider war es bei der Datenmenge von ednetz nicht möglich, einen einzigen Push-Request auszuführen. Trotz dieser kleinen technischen Widrigkeiten sehe ich gerade ob der gewaltigen Menge an sozialen Netzwerken ein großes Zukunftspotential in einer Seite wie yiid, die versucht, dieses Chaos zu ordnen.

yiid: Sebastian, vielen Dank für das aufschlussreiche Interview. Wir werden deine Ratschläge beherzigen und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit.

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Sind wir nicht alle ein bisschen kriminogen?

Mit den Daten der Telekomkunden dürfte auch der verbliebene Rest Kundenvertrauen in Deutschland zum Urlaub in die Türkei gesendet worden sein. Überhaupt scheint in den letzten Tagen die Diskussion um Datenkriminalität, Onlineschurken, Phishing, Adresshandel, Urheberrechten im Web und was sonst noch so alles irgendwie in dieses Panel passt, wieder sehr gerne bemüht zu werden. Vor dem Hintergrund von geschätzten 56 Millionen deutschen Social Media Usern im September natürlich ein Thema, das riesige Relevanz besitzt und Aufmerksamkeit generiert beim potentiellen Empfänger. Das aufgeregte mediale Gegacker suggeriert uns nun schonungslose Aufklärung und informiert haarklein über die Vorgehensweise der Datendiebe, die dem eigens ins Leben gerufenen Wächterrat der Telekom ein Schnippchen geschlagen haben und munter  ihr Call Center betreiben. Call Center Connection statt Pizza Connection heißt es 2009. Zur gleichen Zeit wird aus anderen Quellen über weitere alarmierende Zahlen informiert: Jeder zweite Deutsche ist bereits Opfer von Internetkriminalität geworden!

Vermutlich ist jedoch jeder einzelne „Online Deutsche“ bereits Täter gewesen. Wer sagt schon „Nein“ zum Inhalt der externen Festplatte des besten Freundes? Das wäre ja geradezu unhöflich. Höchstwahrscheinlich ist der Autor des Blogeintrags, den sie sich gerade zu Gemüte führen, ebenfalls ein Täter. Eventuell machen SIE sich gerade in diesem Moment mitschuldig. Mittäterschaft bei der Installation einer fünften Staatsgewalt, die im Nebel, geächtet von der etablierten Printpresse ,vor sich hinvegetiert: Blogger, Spinner, Privatpersonen, deren Meinungen über Nacht öffentliche Relevanz erlangen können, um ebenso schnell wieder in Vergessenheit zu geraten.

Da drängt sich die Frage auf, wo eigentlich der Autor seine Informationen für diesen Beitrag hernimmt? Persönlich zertifiziert als offizielle, weiterverwertbare Information durch Rupert Murdoch wurde da sicher nichts. Darf der überhaupt darüber schreiben? Wo hat er das Bild in seinem Profil her? Sicher nicht selbst aufgenommen. Die Youtubevideos, die er da mit eingebunden hat. Wissen die dort gezeigten Personen von der Veröffentlichung ihrer peinlichsten „Fails“? Von wem ist eigentlich der Song, der im Hintergrund des Videos läuft? Darf er sich Spiderman89 nennen? Hat er das mit Marvel abgeklärt? Manchmal hört man ihn übrigens furchtbare Beleidigungen in ein Headset schreien, während er am Computer sitzt und wild auf die linke Maustaste klickt. Auch im Singleforum ist er kein unbeschriebenes Blatt. Ob er Frauen auf der Straße ebenfalls in so eindeutig sexueller Weise ansprechen und belästigen würde, wie er es hier tut? Ist nur noch eine Frage der Zeit, bis er und seine Freunde sich im Internet verabreden und gemeinsame Schandtaten planen. Die reinsten Netzwerke könnten sich bilden und die Sache richtig mafiös werden…wer soll uns nur vor denen beschützen? Die Presse sollte eindeutig mehr über diese besonders gefährliche Gruppe von Schmutzfinken berichten, bevor die noch richtig groß werden und hier jeder nur noch macht, was er will!

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